Fühlen wir uns fit, so ernähren wir uns auch täglich mehr oder weniger gesund.
Im Krankheitsfalle jedoch kommt der richtigen Ernährung eine entscheidende Bedeutung zu. Oft wird der palliative und
unterstützende Beitrag einer ausreichenden und richtigen Ernährung allerdings verkannt. Im Mittelpunkt steht eher eine medikamentöse Therapie als Kurativmaßnahme.
Kann, darf oder will ein Patient längere Zeit nicht ausreichend essen, droht Mangelernährung. Mittel- und langfristig führt
dies häufig zu Komplikationen in der Wundheilung (z.B. Dekubitus) und in der Infektionsabwehr (z.B. Pneumonien). Ein deutlich höherer Pflegeaufwand ist die Folge.
Die richtige Ernährung ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs einer Therapie und zum Wohle des Patienten.
Für einen Patienten, der nicht mehr ausreichend Nahrung über den natürlichen Weg aufnehmen kann, bedeutet dies i.d.R. auch,
dass er über eine Sonde ernährt werden muss. Ein Gewichtsverlust muss unter allen Umständen vermieden werden.
Die Sonde wird durch die Nase oder die Bauchdecke in den Magen oder Dünndarm gelegt. Man spricht hier von Sondenernährung oder
PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie).
Die Sondenernährung ist auch bei mangelnder Akzeptanz des Patienten von ausreichenden Mengen an Trinknahrung eine sinnvolle
Alternative, denn so kann eine sichere Nährstoffzufuhr gewährleistet werden.
Wenn es die Erkrankung ermöglicht, kann der Patient trotz der PEG weiterhin „normal“ essen. Das Alltagsleben ist kaum
beeinträchtigt, da die Sonde unter der Kleidung nicht zu erkennen ist und den Patienten in seinen Tätigkeiten nicht behindert. Wenn die Erkrankung wieder ausgeheilt ist, lässt sich die PEG problemlos
wieder entfernen.
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